Das Konzept

Substratversorgung

  • Substratanlieferung über Einfahrtkontrolle und Fahrzeugwaage, Erfassung bei der Verwiegung in ERP-System und automatisierte Zuweisung der Anlieferung je nach Substrat zu entsprechendem Tor der Annahmehalle. 
  • Einsatz von etwa 35.000 t Substrat pro Jahr, davon etwa 7.000 t flüssige Rindergülle. 
  • Herkunft der Substrate überwiegend aus der Region. 
  • Substratannahme in komplett geschlossener Annahme- und Lagerhalle, Abkippen der Substrate in geschlossener Halle. Entlüftung der Halle mit Biofiltern, dadurch keine Geruchsemissionen. Größe der Annahmehalle etwa 2.000 qm bei etwa 11 m Höhe, Lagerkapazität für circa drei Wochen Anlagenbetrieb. 

Rohgaserzeugung

  • Vergärung der Substrate zu Biogas in zwei redundanten Fermentern ca. 26 x 10 m, beide mit unabhängig funktionsfähiger Flüssig-Beschickung, Gärprodukt-Zwischenlagerung in zwei Behältern je ca. 38 x 10 m. 

Nährstoffbörse

  • Abgabe der Gärprodukte als hochwertiger Wirtschaftsdünger (die Nährstoffe in den Substraten bleiben im Vergärungsprozess erhalten) zum Teil an die substratliefernden Betriebe, zum Teil an andere interessierte Betriebe in benachbarte Regionen mit Nährstoffunterversorgung als hochwertiger Ersatz von Mineraldüngern; die Anlage wird zur Nährstoffbörse.

Gasveredelung

  • Aufbereitung des erzeugten Biogases zu Biomethan und Einspeisung in das öffentliche Erdgasnetz über eine noch zu errichtende Erdgasleitung zum nächsten erreichbaren Netzanschlusspunkt. 
  • Die Kapazität von etwa 330 Nm3/h Biomethan entspricht etwa 30.780 MWh Energieproduktion pro Jahr – zum Vergleich könnte man mit dieser Gas- bzw. Energiemenge etwa 2.000 bis 2.500 Haushalte heizen.
  • Abscheidung des bei der Biomethanaufbereitung freiwerdenden CO2 und Aufbereitung zu verkaufsfähigem CO2. Infolge der Abscheidung und Aufbereitung des CO2 entstehen im gesamten Produktionsprozess, anders als bei herkömmlichen Biomethananlagen, bei denen CO2 etwa im Volumen von 80 bis 90% der produzierten Methanmenge in die Atmosphäre emittiert wird, nahezu keine klimaschädlichen Emissionen.

Wärmeversorgung

  • Wärmeversorgung der Anlage, insbesondere für die Fermenterbeheizung, durch Wärmepumpen, die mit dem Strom der eigenen PV-Anlage betrieben werden. Zudem wird an verschiedenen Stellen im Prozess Wärmerückgewinnung eingesetzt– es ist keine konventionelle Heizung vorgesehen. 

Stromversorgung

  • Stromversorgung der Anlage soweit möglich durch PV. PV-Module werden auf dem Dach der nach Süden ausgerichteten Annahmehalle, auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes und weiteren Dachflächen (soweit möglich) verbaut. Zudem wird eine Freiflächen-PV-Anlage auf dem Gelände der Anlage errichtet, um die Wärmepumpen mit Strom zu versorgen.